Unser Vorstandsmitglied Katharina Jones mit einem neuen Beitrag in „Meine Stimme Für Lichtenberg“:
Der Wahlkampf im Sorgenkind Deutschlands, seiner Hauptstadt Berlin, ist in vollem Gange. Selbst an politisch uninteressierten Bürgern dürfte das nur schwer vorbeigehen. Überall strahlen bunte Wahlplakate um die Wette und buhlen mit mehr oder weniger sinnvollen Aufschriften um Aufmerksamkeit. Überall blitzen einem druckfrische, politische Aufkleber entgegen. Und zu guter Letzt wurde der Wahl-O-Mat für die Berlin-Wahl 2026 veröffentlicht.
Es ist nach wie vor in manchen Bezirken nicht ganz ungefährlich, öffentlich AfD-Wahlkampf zu betreiben. Das konnten Videos unserer Parteikollegen eindrucksvoll beweisen, auf denen sie beim Plakatieren angeschrien, eingekesselt und verfolgt wurden. Die Vertreter der anderen Parteien scheinen kein Interesse an einem demokratischen, erwachsenen Umgang miteinander zu haben. Mit allen Mitteln bis auf Demokratie und gute Politik versuchen unsere Gegner nach wie vor, uns zum Schweigen – oder besser noch, zum Verschwinden – zu bringen. Ein entsprechender Antrag unseres Bezirkssprechers für einen gewaltfreien Wahlkampf in der BVV wurde abgelehnt. Bekannte Gesichter in der Politik wie Felix Banaszak, Grünen-Abgeordneter, und Frank Werneke, Chef der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, setzen sich öffentlich für ein AfD-Verbotsverfahren ein.
Und doch merkt man, wie die Stimmung sich geändert hat. Die Umfragewerte der Berliner AfD bewegen sich im Jahr 2026 in einem stabilen Korridor von 16 % bis 19 %. Damit haben wir uns in Berlin seit der letzten Abgeordnetenhauswahl 2023 also fast verdoppelt bis nahezu verdreifacht, je nach aktuellem Umfragewert. Im Juli konnten wir sogar zum ersten Mal den Spitzenplatz in Berlin einnehmen. Und diese veränderte Energie äußert sich auch im Verhalten der Bürger. Unsere Infostände werden mancherorts geradezu umschwärmt und unsere Materialien fleißig mitgenommen. Bürgerdialoge sind teilweise bis auf den letzten Platz voll.
Selbst bei unserem Stand in der tief-linksgrünen Rummelsburger Bucht, der von anti-AfD-Gesängen und linksextremer Musik beschallt wurde, ließen sich unsere Wähler und Unterstützer nicht abschrecken. Wir erhielten positive Resonanz, Lob und Dankbarkeit für unsere Präsenz. In Lichtenberg ist man uns wohlgesonnen: Bewohner von Hochhäusern kommen extra zu uns raus, um uns ihre Unterstützung auszusprechen, auf den Straßen ernten wir Lob und warme Worte und ein Wähler kam sogar zu uns gerannt, um unserem Bezirksverband Geld zu spenden.
All diese Erlebnisse zeigen: wir sind längst keine Randerscheinung mehr. Berlin ist alles andere als ein verlorenes Pflaster. Die Stadt besteht nicht nur aus versprengten Zugezogenen, Journalisten im Elfenbeinturm und Matcha-trinkenden Second-Hand-Trägern, sondern aus hart arbeitenden Bürgern, die ihre Heimat nicht aufgeben wollen, auf Propaganda nicht mehr hereinfallen und ihre Hoffnung in uns setzen.
Der Wind dreht sich – enttäuschen wir sie nicht!
P.S.: Wem der momentane Zustand unserer Hauptstadt und unsere Arbeit als Gründe nicht reichen, uns zu wählen, kann gern den Wahl-O-Maten benutzen:
https://wahlomat.spiegel.de/2026BER/app/main_app.html
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https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/afd-verbotsverfahren-verfassungsschutz-union-spd-gruene-linke-100.html
https://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/berlin.htm